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Die Event-Modul-Parade – Ko-kreatives Ideenfindungs-Werkzeug
12.10.2021
Version 1.0
Florian Städtler
blog

Es gibt natürlich keine belastbaren Daten dazu, aber ich glaube zu ahnen, welch gigantische Verschwendung mit falsch angewandten Kreativ-Methoden betrieben wird.

Wer kennt sie nicht, die in der Durchführung mühseligen und im Ergebnis flachen „Brainstormings“, die als unstrukturierte Ideensuche oft nur durchschnittlichen Konzept-Quark hervorbringen.

Da werden die einfachsten Regeln, z.B. die prozessuale Struktur der Kreation nach den drei Phasen von Walt Disney, nicht eingehalten, da wird nicht dokumentiert oder visualisiert oder es wird schlicht und einfach nicht geklärt, wie genau eigentlich die Fragestellung lautet, auf die man eine Antwort sucht.

Die Frage sei außerdem erlaubt: Warum sollte eigentlich eine Gruppe von Nicht-Fachleuten, die ggf. auch noch verschiedene Fach- oder Muttersprachen sprechen, warum sollten Menschen, die sich bisher nur oberflächlich mit dem betreffenden Thema auseinandergesetzt haben, bessere Ideen haben, wenn man sie für eine bestimmte Zeit in einen Brainstorming-Termin zwingt?

Darauf gibt es schon Antworten, z.B. die Kraft der Assoziation. Aber die Fragen werden ja meistens gar nicht gestellt.

Die beobachteten Probleme wirken fast banal. Es besser zu machen, ist aber gar nicht so einfach.

Mit dem Kreativ-Werkzeug „Event-Modul-Parade“ haben wir einige Erfahrungen in Sachen Kreativität, im Speziellen Ideenfindung, zusammengefasst und kommen damit schnell und effektiv zu konkreten Ergebnissen. Und zwar gemeinsam mit unseren Kunden-Teams, denen wir gute Ideen ja auf gar keinen Fall absprechen wollen.

 

Und so funktioniert die Parade:

 

  1. Das Spielplan4-Team sammelt laufend gemeinsam (und das seit 10 Jahren) Event-Module, also Formate, Inszenierungsformen und konzeptionelle Bausteine für Events.
  2. Aus der inzwischen über 500 Module langen Liste wird im Rahmen eines Ideenfindungs-Workshops ein oder mehrere Pinnwände oder Whiteboards zu einer physischen „Wortwolke“ aus Event-Modulen gebaut.
  3. Das gemischte Kreativ-Team aus Kund:innen und Agentur versammelt sich im Halbkreis vor der Pinnwand und reihum wählt ein Teilnehmer je einen Begriff: Weil er dieses Modul passend findet. Oder weil er etwas dazu anmerken will. Oder weil er mit dem Begriff gar nichts anfangen kann.
  4. So entsteht ein lebhafter Dialog, bei dem die Event-Modul-Parade wie selbstverständlich noch von den assoziativen Ideen der Teilnehmerinnen ergänzt wird.
  5. Zum Schluss der 45-minütigen Session darf jeder Parade-Teilnehmer dann seinen Favoriten in Bezug auf das diskutierte Event-Projekt markieren. Und das Konzeptions-Team hat ein gutes Stimmungsbild, was für dieses spezielle Projekt genau dieses Kunden passen könnte.

 

Mit dieser Ideen-Schatzkammer haben wir die konzeptionellen Ausarbeitungen vieler unserer Konzepte begonnen und den Kund:innen viel Mühsal erspart. Denn auch der dazu passende Leitspruch klingt banal, ist aber wahr: Man muss eben nicht jedes Mal das Rad neu erfinden.

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