meni Kommunikation
Eine Agentur – drei Prinzipien.
04.01.2021
Version 1
Michelle Gänswein und Florian Städtler
Gute Ideen fallen nicht vom Himmel. Sie sind auch nicht herbeizuduschen. Also haben wir die Ideenarbeit, die Konzeption institutionalisiert? Ein Widerspruch in sich selbst?

„Du sollst klar sein.“

So lautet eines unserer drei Prinzipien bei Spielplan4.

Prinzipien sind für uns geeigneter als Regeln. Wie ein Ideal spiegeln Prinzipien einen Wunschzustand, kein Patentrezept.

Projekte mit Kunden durchführen, Konzepte schreiben, diese zu pitchen und Ideen wahr werden zu lassen, Events face-to-face, hybrid oder digital zu organisieren und zu produzieren – das lieben wir. Und was noch viel wichtiger ist: Das lieben unsere Kunden. Aber sie (und damit wir!) wollen mehr. Nämlich echten Nutzen. Oder – wie Ökonom:innen sagen würden – Wertschöpfung.

Aber diese können wir nicht liefern, wenn wir nicht klar denken und handeln. Klar in unserem Selbstbild, klar unseren Kundinnen, Kunden und Partnern gegenüber. Klar im Team. Klar in der Analyse des Kundenproblems. Klar in dem, was wir anbieten und was nicht. Und klar in unserer gesamten Kommunikation.

Um das zu bewerkstelligen, reflektieren wir systematisch unser Tun. So oft, dass wir das Gefühl haben, ständig zu lernen. Aber auch nicht als Selbstzweck. Denn eine solche „Nabelschau“ würde uns von den Bedürfnissen des Marktes ablenken. Besonders effektiv in Sachen Reflexion ist der Austausch mit unserem Netzwerk. Ebenso wertvoll: Sich gegenseitig im Team Feedback geben, wenn wir in der Hitze des Gefechts den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen.

 

„Du sollst nicht langweilen.“

Niemand möchte langweilig sein. Aber wie sieht das in der Praxis aus? Natürlich möchte man innovativ sein, ja inspirierend sogar, und man möchte überraschen.

Aber wer will das nicht?

Um innovativ zu sein, muss man zu seinen Ecken und Kanten stehen. Denn sonst wäre alles glatt, flach, platt. Mit einer Prise Selbst-Ironie kann man diese individuelleln „Unebenheiten“ sogar zelebrieren.

Was hilft noch, Langeweile beim Lesen, Hören oder Schauen zu vermeiden? Na zum Beispiel, sich mal was trauen, positiv zu irritieren, intelligent und mit Substanz zu provozieren. Die richtige Balance liegt irgendwo zwischen der Verwunderung des Publikums und der Verständlichkeit für die Zielgruppe. Es bedeutet also, regelmäßig abseits ausgetretener Pfade zu wandeln, aber inhaltlich immer relevant zu bleiben.

Tja, klingt einigermaßen anspruchsvoll, oder?

Ist es auch.

Wenn Sie ein Firmen-Jubiläum feiern, reden Sie darüber, welche Hürden Sie überwinden mussten und welche Momente Sie wirklich gefordert haben.

Wenn Sie ein neues Produkt auf den Markt bringen, erzählen Sie, wie Sie Mut geschöpft haben und wo Sie ihn manchmal verloren haben.

Lenken Sie nicht durch Schnickschnack oder Verpackung als Selbstzweck ab. Denn am Ende zählt die Botschaft und nicht, wer das schönste Werbevideo gedreht hat.

Im digitalen Zeitalter ist Aufmerksamkeit die härteste Währung. Wenn Sie – Ihre Marke, Ihr Unternehmen, Sie als Person – nicht sichtbar sind, finden Sie nicht statt. Sie existieren nicht.

Nicht langweilig zu sein, ist deshalb eines unserer Prinzipien. Und nicht nur gegenüber unseren Kundinnen und Partnern, auch intern. Denn Kreativität kann nicht auf langweilig-dürrem Boden gedeihen.

Am schönsten ist es, die Freude an vielfältiger, lebendiger und überraschender Kommunikation mit anderen zu teilen. Lassen Sie’s uns doch mal ausprobieren.

 

„Du sollst nützlich sein.“

Unsere dritte und somit letzte Maxime klingt erstmal ziemlich trocken. Wir wollen nützlich sein – aber für wen? Und wie genau? Die Frage „Für wen?“ kann nur die Antwort haben: Für Kundinnen und Kunden auf dem Markt, auf dem wir uns bewegen.

Die Frage „Wie sind wir nützlich?“ ist schon ein bisschen kniffliger. Wann ist jemand von Nutzen? Unser Vorschlag: Wenn man selbst nicht mehr weiter weiß. Wenn man also ein echtes Problem hat.

Sich das einzugestehen, ist eine Herausforderung, und doch so natürlich. Wie könnte man denn Experte auf jedem Gebiet sein? Das ist doch unmöglich. Und hier kommen wir ins Spiel. Besonders „unlösbar“ scheinende Probleme ziehen uns an. Wir blühen dann auf, wenn man mit strukturiertem Wissen nicht mehr weiterkommt. Dann kommt unsere kreative Manufaktur in Gang,  Ideen-Kuration, Konzeption und Kreation laufen auf Hochtouren.

In einem kleinen Team wie unserem ist unternehmerisches Denken selbstverständlich. Und genau deshalb können wir uns gut in unsere Kunden hineinversetzen. Wir verstehen, dass unsere Kund:innen Sicherheit und Zuverlässigkeit brauchen. Diese Primärtugenden sind das Fundament für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Beim gemeinsamen Lösen echter Probleme verlassen wir seit geraumer Zeit die gewohnte Dienstleister-Rolle. Ganz einfach, weil wir gemerkt haben, dass wir als Ratgeber auf Augenhöhe einen größeren Nutzen für unsere Kund:innen stiften können.

 

(Photo von Ekrulila von Pexels)

Das könnte Sie noch interessieren
Das könnte Sie noch
interessieren
meni Change
Creative Club: Ideen Schutzraum und Konzept-Labor
meni Denkangebote
Future Leadership- Ausbildung – zwangsweise neu erfunden